fondsprofessionell.de - Berliner Börse nimmt wieder variablen Handel mit KanAm-Fonds auf
Seit Dienstag werden an der Berliner Börse die drei Immobilienfonds "KanAm Grundinvest Fonds" (WKN 679 180), "KanAm US-Grundinvest" Fonds (WKN 679 181) und "Grundbesitz-Invest" (WKN 980 700) wieder variabel gehandelt. Der "Grundbesitz-Invest gehörte auch am Dienstag und am Mittwoch zu den umsatzstärksten Fonds in Berlin. Das Orderbuch war gut gefüllt, nach 15 Preisfeststellungen bis 12:30 Uhr blieb der Anteilswert unverändert bei 36,30 Euro. Ebenfalls wieder umsatzstark zeigte sich der "Fidelity - European Growth Fund" (WKN 973 270), dessen Fondsanteile sich am Mittwoch leicht verbilligten.
Gefragt waren aber auch zwei Fonds aus dem Haus Merrill Lynch Investment Managers. Zum einen der "MLIIF World Mining Fund A" (WKN 986 932), zum anderen der "MLIIF World Energy Fund A" (WKN 632 995). In Bezug auf Investments in Rohstoff und Rohstoff verarbeitende Industrie rückten zudem die Fondsanteile des "M&G Global Basics Fund Euro A" (WKN 797 735) in den Anleger-Fokus, allerdings bei Abschlägen von rd. zwei Prozent. Neben dem "Fidelity - European Growth Fund", der zur Wochenmitte wieder ohne Spread gehandelt wurde, boten auch der "Activest Europapotenzial C" (WKN 989 057) und der "DEKA-Pharmatech TF" (WKN 989 094) besonders enge Spreads. (rmk)
Die Welt - KanAm-Krise treibt Anleger aus offenen Immobilienfonds
KanAm-Krise treibt Anleger aus offenen Immobilienfonds
Branche verliert mehr als zwei Milliarden Euro Anlegerkapital allein im Januar - Liquidität sinkt drastisch - Union Investment muß Difa-Fonds Nummer 1 stützen.
Berlin - Durch die Schließung der beiden KanAm-Fonds hat sich die Krise der offenen Immobilienfonds im Januar weiter verschärft. Nach Informationen der WELT aus Kreisen der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zogen Anleger im vergangenen Monat mehr als zwei Mrd. Euro aus Produkten dieser Assetklasse ab. Auch im Februar würden bisher bei den meisten Fonds die Abflüsse überwiegen, heißt es. Allerdings sei das Volumen gegenüber dem Vormonat deutlich zurückgegangen.
Mehr als 700 Mio. Euro flossen im Januar allein aus den beiden Fonds der KanAm. Knapp 480 Mio. Euro betrug das Minus beim SEB Immoinvest. Kapitalabflüsse in dreistelliger Millionenhöhe mußten unter dem Strich auch große Flaggschiff-Fonds wie der Hausinvest Europa der Commerzbank-Tochter CGI und der Grundwertfonds des Allianz-Anbieters DEGI hinnehmen. Selbst bei mehreren der neuen Globalfonds überwogen die Abflüsse. Insgesamt hat die Assetklasse seit Mitte Dezember, als die Deutsche Bank mit der Schließung ihres Grundbesitz-Invest, die Krise auslöste, mehr als fünf Mrd. Euro verloren.
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HANDELSBLATT, Donnerstag, 26. Januar 2006, 14:52 Uhr
Anleger haben in den vergangenen Tagen wieder Geld in die beiden kriselnden offenen Immobilienfonds des Fondsanbieters Kanam gesteckt.
HB FRANKFURT. Die Kanam-Gruppe will die Käufe von Anteilen an ihrem offenen Immobilienfonds Grundinvest dazu nutzen, den Fonds wieder für Anteilsrückgaben zu öffnen, ohne zuvor Immobilien zu verkaufen. Zurzeit ist es nur möglich, Anteile zu zeichnen. "Wir glauben, den Fonds ohne Immobilienverkäufe öffnen zu können", sagte Carmen Reschke, Geschäftsführerin der Kanam Grund Kapitalanlagegesellschaft am Mittwoch auf dem Immobilienkongress Cimmit in Frankfurt. Der international, aber außerhalb Nordamerikas anlegende Fonds war am vergangenen Donnerstag als zweiter Kanam-Fonds geschlossen worden. Innerhalb von 24 Stunden hatten Anleger 700 Mill. Euro aus dem Fonds abgezogen und ihn so in Liquiditätsnot gebracht. Die Flucht der Anleger war durch eine wenige Tage zuvor veröffentlichte Verkaufsempfehlung der Ratingagentur ...
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